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Hey.


Willkommen auf meinem Blog, auf dem ich meinen Gedanken über Essen freien Lauf lasse. Hier sind ein paar Infos über mich, damit ihr wisst, was für Rezepte und Texte euch erwarten.

Ich bin 24 Jahre alt und heiße Rebekka Küchler. Daher kommt auch der Name für den Blog: Küchlein. Und irgendwie passt das perfekt, denn ich liebe Kuchen!

Ich studiere Lebensmitteltechnologie. Wenn ich gerade nicht studiere oder am Blog arbeite, dann mache ich gerne Sport, lese gute Bücher, spiele Klavier, höre Musik, entdecke neue Orte, mache Fotos, bin draußen, schreibe. Ich treffe gerne Freunde, aber auch neue Leute, ich gehe gerne aus aber bleibe manchmal auch gerne zu Hause. Ich liebe es, durch Supermärkte in anderen Ländern zu stöbern, ich liebe Sommerregen und Sommernächte, aber genauso gerne mag ich gemütliche Wintertage. Ich mag Schweden, Familie und Yoga. Außerdem schaue ich gerne abends in erleuchtete Zimmer während ich an einem Haus vorbeigehe. Ich mag alles, ausgenommen das, was ich nicht mag.


Und ich liebe Essen.
Und alles was damit zu tun hat.
Ich kaufe gerne Lebensmittel ein, ich bereite sie gerne zu, ich schau Essen gerne an, denke darüber nach, lese und rede gerne darüber.
Und ich esse es gerne.


Als ich mit dem Bloggen angefangen habe, war ich weder Vegetarierin noch Veganerin – in der Zwischenzeit habe ich mich für eine vegetarische Ernährung entschieden. Und ich versuche wenig tierische Produkte wie Milchprodukte oder Eier zu konsumieren. Dafür gibt es einige Gründe:

Erstens läuft meiner Meinung nach in der gesamten Nutztierproduktion etwas falsch. Nutztierhaltung ist sehr energieaufwendig. Nutztiere werden unter anderem mit Pflanzen gefüttert, die wir Menschen direkt verzehren könnten. Man braucht für eine Fleisch-Kalorie mehrere Pflanzen-Kalorien – je nach Tierart. Wenn jeder von uns weniger Tierprodukte konsumieren würde, könnten wir ganz schön viel Energie sparen. Energie, die im Kampf gegen weltweiten Hunger eingesetzt werden könnte.
Außerdem wird ein Fünftel aller Treibhausgase bei der Nutztierproduktion emittiert. Es kommt zu starker Wasserverschmutzung. Und nicht zu vergessen: unter der Fleischproduktion leiden Menschen. In Deutschland werden Tausende Schlachthof-Arbeiter ausgebeutet und müssen unter untragbaren Bedingungen arbeiten.
Wegen der aktuellen Gegebenheiten ist mir die Lust auf Fleisch im Moment vergangen – da gebe ich mich gerne mit Kichererbsen zufrieden.

Zweitens möchte ich, dass Tiere ein lebenswertes Leben haben, bevor sie sterben und als Nahrung dienen. Ein Leben ohne überfüllte Stallungen, Krankheiten und Verletzungen aber mit der Möglichkeit, sich draußen aufzuhalten, frische Luft zu atmen und sich zu bewegen.
Ich bin kein Tierwohlfanatiker und ich weiß auch, dass es für Landwirte schwer bis unmöglich ist bei der großen Nachfrage nach billigem Fleisch ihren Betrieb profitabel zu führen und gleichzeitig ihren Tieren ein lebenswertes Leben zu bieten. Aber es geht. Das Ergebnis sind teurere Produkte. Weil ein konventionelles Huhn länger braucht, um ein Schlachtgewicht zu erreichen als ein Huhn mit veränderten Genen, oder auch weil das konventionelle Huhn weniger Fleisch abwirft, als ein Huhn mit risieger Brustpartie. Aber dieses Huhn kann sich ohne Probleme bewegen und muss sich nicht alle paar Minuten ausruhen, weil ihm der Körper von den überproportionalen Körperteilen schmerzt.
Das ist natürlich nur ein Aspekt und ich weiß, es gilt mehrere Argumente abzuwägen. Trotzdem: wenn wir, die Konsumenten, unsere Einstellung zu Lebensmittelpreisen überdenken und generell weniger Tierprodukte essen, könnte Nutztieren ein besseres Leben garantiert werden.
Deswegen kaufe ich eher wenig Tierprodukte und versuche, auf die Herkunft zu achten.

Drittens finde ich es schlicht und einfach spannend mit Rezepten zu experimentieren und einige in vegane Rezepte umzuwandeln. Man kann Marmorkuchen ohne Eier und Milch, dafür mit Sprudelwasser backen – verrückt oder? Und manchmal auch billiger (jep, als Student muss man halt auf Preise achten…).
Also, warum nicht mal was Veganes ausprobieren?

Bei all dem veganen und vegetarischen Gerede, eins mag ich gar nicht: wenn vegane oder gesunde Rezepte den Geschmack oder die Konsistenz verschlechtern. Wenn also ein tierisches Produkt nicht wegzudenken ist, benutze ich es. Das gilt auch für kleine Schwächen wie zum Beispiel Käse…

Ich versuche mich außerdem saisonal zu ernähren. Im Februar gibt es in meinem Kühlschrank keine frischen Blaubeeren für eine hippe Smoothie-Bowl. Auch nicht im Januar..Aber im August! Gemüse und Obst außerhalb der Saison anzupflanzen verbraucht oft viel Energie und Ressourcen.
Klar, im Winter ist es manchmal etwas langweilig. Dann benutze ich gefrorenen Spinat, Erbsen oder Beeren. Das Tiefkühlen verbraucht zwar auch Energie aber die Haltbarkeit ist dafür sehr gut und Tiefkühlprodukte lassen sich auch für einen 1-Personen Haushalt einfach portionieren.

Regional ist auch eine gute Sache. Wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich für regional produzierte Lebensmittel. Natürlich wachsen bestimmte Pflanzen nicht in allen Regionen. Bananen mögen das deutsche Klima eben einfach nicht – kein Wunder… Aber Erdbeeren können sich damit arrangieren. Deswegen ziehe ich deutsche Erdbeeren den spanischen vor.

Letzter Punkt: gesunde Ernährung. Was genau ist gesunde Ernährung? Fragt man 5 Personen, bekommt man 5 unterschiedliche Antworten.
Was ich in meinem Studium gelernt habe: generell kann man alles essen – die Menge ist der entscheidende Punkt. Jeden Tag ein Schokoriegel muss nicht sein. Und ständig drei kohlenhydratreiche Mahlzeiten am Tag, die nur aus Nudeln oder Reis oder Brot bestehen ohne Gemüse oder alle mit Fleisch sind auch nicht zu empfehlen. Oder Bier jeden Abend. Und so weiter. Alles eine Frage der Menge und Häufigkeit.
Denn natürlich gibt es Situationen im Leben – sowohl gute als auch schlechte –  da muss man eben ein oder zwei Schokoladenriegel essen. Da ist es angemessen und notwendig. Und deswegen gesund. Ein Leben ohne Flexibilität und Ausnahmen ist dagegen nicht gesund.

Zusammenfassung: Sich bewusst sein und nachzudenken über was und wieviel ich davon esse – das sind meine Essens-Regeln. Und nicht zu streng diese Regeln zu verfolgen ist eine weitere Regel. Weil Essen Leben bedeutet.
Und: “Entweder man lebt, oder man ist konsequent” (Erich Kästner).


Ich liebe Essen. Und alles was damit zu tun hat.
Ich kaufe gerne Lebensmittel ein, ich bereite sie gerne zu, ich schau Essen gerne an, denke darüber nach, lese und rede gerne darüber und ich esse es gerne.
Essen schmeckt gut, es ist nahrhaft, es bringt Menschen zusammen, es bedeutet Tradition, es erzählt Geschichten, es macht glücklich.
Essen ist auch ekelerregend, schwierig, nervig, Grund für kriminale Machenschaften und Neid, es trennt, es macht krank.

Essen ist Leben.


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